Spieletest: Der Sattelclub für PC

Ein stolzes Pferd

Ein stolzes Pferd

Auf gehts zum Ausritt

Auf gehts zum Ausritt

Am Strand

Am Strand

Freunde für immer

Freunde für immer

Im Galopp durchs Wasser

Im Galopp durchs Wasser

Gemeinsam unterwegs

Gemeinsam unterwegs

Die Geschichten der Sattelclub-Serie um Stevie, Carol und Lisa, die viele Abenteuer auf Pine Hollow erleben erfreuen sich steigender Beliebtheit.

Nun wird die TV-Serie auf ARD auch im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Passend dazu bringt Deep Silver das PC Spiel „Der Sattelclub“ heraus.

Wir möchten Ihnen nun das Spiel vorstellen:

 

Das PC Spiel kommt ansprechend und im praktischen Hardcover daher, beinhaltend eine CD und ein Handbuch in Deutsch.

Die Systemvoraussetzungen sind mit mind. Windows XP/Vista/W7; Pentium 4, 512 MB RAM, 8,5 GB freier Festplattenspeicher und Direct X9 kompatibler Sound- und Grafikkarte gut zu schaffen. Mehr ist hier aber viel besser, denn dieses Spiel neigt zum ruckeln und hängen, wenn die Voraussetzungen zu schlecht sind. Hat man jedoch einen guten PC, läuft es durchaus flüssig und ansprechend.

Installation

Die Installation ist kinderleicht und flott. Einfaches Einlegen ins Laufwerk genügt, der Rest geht fast von allein. Erstaunt hat mich allerdings, dass es sich um ein englisches Spiel mit deutschen Untertiteln handelt. Das macht sehr viel Lesearbeit erforderlich.

Grafik/Musik/Steuerung

Wer es gerne bunt mag, wird bestens bedient. Das Spiel zielt natürlich auf Kinder ab. Daher gibt es viele nette Kleinigkeiten, z.B. Schmetterlinge, viele bunte Blumen usw. Dabei möchte ich hervorheben, dass die Grafik nicht kitschig wirkt. Es gibt sehr schöne Lichteffekte, Wasser und bewegliche Objekte sind sehr gut dargestellt und wirken fast echt.

Das gleiche gilt für die Pferde und Menschen im Spiel. Das Pferd bewegt sich auch wie eins, Bewegungen wie Traversale und Piaffe sind sehr gut nachempfunden.

Leider verfügt das Spiel über etwas wenig unterschiedliche Musikstücke. Die gespielte Musik ist zwar schön anzuhören und tritt auch eher in den Hintergrund, allerdings geht einem jede sich dauernd wiederholende Musik irgendwann unweigerlich auf die Nerven.

Gesteuert wird das Spiel über die Pfeiltasten der Tastatur. Hoch = schneller, runter = langsamer, rechts und links. Sehr einfach also, manchmal aber etwas zu grob, vor allem wenn man Gegenstände einsammeln möchte, was ein wichtiger Bestandteil des Spieles ist.

Spielinhalt

Man spielt die Figur von Natalie, die als neue Schülerin nach „Pine Hollow“ kommt. Dort erwarten sie bereits die bekannten TV Figuren Lisa, Stevie und Carole. Natalie erhält vom Reiterhof Chef ihr eigenes Pferd und taucht dann in die verschiedenen Geschichten rund um den Hof ein.Hier sei nicht zu viel verraten, aber es geht um ein geheimnisvolles Wildpferd und am Ende um die Rettung des gesamten Gestütes.

Neben der Geschichte gibt es auch viel zu entdecken und zu erlebe. Die Spielwelt ist riesig und sehr abwechslungsreich gestaltet. Wälder, Wiesen und Wasser, alles da. Es gibt spanndene Wettkämpfe in Dressur, Springen und Gelände. Hier wartet das Spiel wirklich mit einer tollen Umsetzung auf, die Wettkämpfe sind durchaus anspruchsvoll.

Das genaue Nachreiten von Wegen in der Dressur bringen Punkte, bei schweren Lektionen werden bestimmte Tastaturfolgen abgefragt, Konzentration ist hier gefragt.

Auch eine tolle Sache ist das Springen, hier springt das Pferd von alleine, es ist keine Aktion hierfür notwendig. Die Kunst ist es, den Weg zwischen den Hindernissen zu finden und das Pferd korrekt davor zu reiten, sonst gibt es Fehler.

Am besten gefiel mir das Geländereiten. Hier handelt es sich nicht um einen klassischen Vielseitigkeitsgeländeritt, sondern um ein Wettrennen gegen computergesteuerte Gegner. Klasse gemacht und gar nicht so einfach :-)

Natürlich gibt es auch in diesem Spiel einen Pflegemodus für das Pferd, der aber sehr übersichtlich ist. Trotzdem muss das Pferd in regelmäßigen Abständen gepflegt werden, da es sonst nicht mehr seine voll Leistungsfähigkeit hat. Ausmisten gehört in diesem Spiel aber nicht dazu.

Je weiter man in der Hauptgeschichte voranschreitet, desto mehr Gegenstände und Features werden freigeschaltet. Dabei handelt es sich um neues Sattelzeug, tolle Kleidung für die Spielfigur oder bessere Reitfertigkeiten.

Fazit

Der Sattelclub ist ein vor allem für jüngere Kinder zu empfehlendes Spiel, was leider aufgrund der zu lesenden zahlreichen Untertitel schwierig sein kann.Es eignet sich übrigens auch zum englisch lernen, denn die englisch gesprochenen Sätze sind sehr gut und langsam gesprochen. Für ältere Kinder mit einiger Spielerfahrung halte ich das Spiel für zu einfach.

Mit persönlich war die Hauptgeschichte ein wenig zu kurz gehalten, ich hätte mir hier mehr Tiefgang gewünscht. Durch die vielen anderen Möglichkeiten ist das Spiel aber durchaus als umfangreich einzustufen.

Toll ist die Grafik und das Umsetzen neuer Möglichkeiten bei Dressur, Springen und Gelände.

Hier können Sie das Spiel bestellen:

 

 

 

Über den Autor, Freia Schultz-Friese

Freia Schultz-Friese ist dem Pferdesport seit frühester Kindheit verschrieben, und bleibt bis heute den Pferden treu. Sie betreibt den Reit- und Fahrsport aktiv mit eigenen Pferden seit nunmehr über 25 Jahren. Viele Disziplinen hat sie seither ausprobiert. Ihre alten und neuen Erfahrungen bringt sie in den Artikeln des Pferdekuriers ein.

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